Mgr. Olga Zitová

Olga Zitová
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Die Wochenschrift Selbstwehr (1907–1938)
im deutsch-tschechischen kulturellen Kontext


Das Projekt erforscht die zionistische deutschsprachige Zeitschrift Selbstwehr, vornehmlich den Anteil der Literatur daran. Diese Wochenschrift bedeckt mit ihrer Existenz (1907–1938) insgesamt 32 Jahre des deutschen, tschechischen und jüdischen Zusammenlebens in den böhmischen Ländern ab – besonders in Prag, wo sie auch erschienen ist. Sie veröffentlichte sowohl kulturelle als auch politische Aufsätze und wird als „[d]as wichtigste zionistische Organ Prags und der späteren Tschechoslowakei“ (Carsten Schmidt, Kafkas fast unbekannter Freund, 2010, S. 136) angesehen oder auch als eine der kulturell einflussreichsten Zeitschriften (vgl. Achim Jaeger, „Nichts Jüdisches Wird uns fremd sein: Geschichte der Prager ‚Selbstwehr‘“ (1907–1938), in Aschkenas 15, 2005, S. 151).

Die Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. In dem ersten, dokumentarischen Teil, werden faktographische Informationen über die Geschichte der Zeitschrift, über ihre Aufmachung und über die Struktur gesammelt. Die Selbstwehr wird historisch lokalisiert und ihre politische Markierung im Wandel der Zeit beschrieben.

Der andere Teil wird dem Literarischen in der Selbstwehr in Anlehnung an die kulturelle Entwicklung des Judentums in den böhmischen Ländern gewidmet sein. Es bieten sich folgende mögliche Bereiche der Forschung an: das Literarische im geschichtlichen Wandel, Profilierung der Selbstwehr durch das Literarische, dessen Funktionieren im Rahmen der Wochenschrift, das Literarische als Stellungnahme der Selbstwehr und dessen Vielfältigkeit (Autoren, Gattungen, Sprachen, literarische Rubriken etc.).

Die Daten werden in einer digitalen Datenbank gespeichert (Informationen zu einzelnen Nummern, literarischen Artikeln und Persönlichkeiten).