Prof. Dr. Manfred Weinberg

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manfred.weinberg [at] ff.cuni.cz

Lebenslauf

Manfred Weinberg studierte Germanistik, Biologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Universität Bonn. Promotion 1992 dort mit einer Dissertation über Hubert Fichte („Akut. Geschichte. Struktur.“ [1993]). Nach dem Wechsel als Postdoktoranden-Stipendiat in das Graduiertenkolleg Theorie der Literatur an der Universität Konstanz dort weitere Anstellungen (Wissenschaftlicher Koordinator des Sonderforschungsbereichs Literatur und Anthropologie [1996–2001] und des Forschungszentrums für den wissenschaftlichen Nachwuchs [2001–2003]) sowie Vertretungen der Lehrstühle von Prof. Dr. Gerhart von Graevenitz und Prof. Dr. Albrecht Koschorke (2003–2010). 2001 Habilitation mit einer Arbeit zum Thema Erinnerung/Gedächtnis („Das ‚unendliche Thema‘“ [2006]). 2006 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.

Seit 1. September 2010 (als DAAD-Langzeitdozent) Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Karls-Universität Prag; seit September 2011 stellvertretender Leiter des Instituts für germanische Studien. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, der Arbeitsstelle für deutsch-mährische Literatur an der Universität Olomouc/Olmütz, der Zeitschriften brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien – Slowakei und Jassyer Beiträge zur Germanistik sowie der Zeitschrift der koreanischen Franz Kafka-Gesellschaft. Gemeinsam mit Andrea Bogner und Dieter Heimböckel Mitherausgeber der Reihe Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft im Bielefelder transcript-Verlag. Mit Irina Wutsdorff (Universität Tübingen) und Štěpán Zbytovský Leiter des internationalen und interdisziplinären Forschungsverbunds Prag als Knotenpunkt der europäischen Modernen. Mitglied des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats und des Vorstands der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik.

Liste thematisch relevanter Publikationen:

Herausgaben

  1. Zusammen mit Almut Todorow, Prag als Topos der Literatur, Olmütz 2011.
  2. Zusammen mit Andreas Langenohl und Ralph Poole, Transkulturalität (erscheint Frühsommer 2015 in der Reihe Basis-Skripte im transcript-Verlag, hrsg. von Dorothee Kimmich und Schamma Schahadat).
  3. Zusammen mit Irina Wutsdorff und Štěpán Zbytovský: Prager Moderne(n). Interkulturelle Perspektiven (erscheint Herbst 2015 in der Reihe: Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft im transcript-Verlag, hrsg. von Andrea Bogner, Dieter Heimböckel und Manfred Weinberg)
  4. Zusammen mit Peter Becher, Steffen Höhne und Jörg Krappmann, Prager Deutsche Literatur im regionalen Kontext. Ein Handbuch (erscheint Frühjahr 2016 im Metzler-Verlag).

Aufsätze

  1. „‚Prag, Prag, du unsers Heils und Glaubens Schwelle’. Zu Clemens Brentanos ‚Die Gründung Prags’“, in: Almut Todorow, Manfred Weinberg (Hrsg.), Prag als Topos der Literatur, Olmütz 2011, 85–101.
  2. „Migrantenliteratur – eine Bestandsaufnahme Am Beispiel von Libuše Moníkovás ‚Pavane für eine verstorbene Infantin‘“, in: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik 2 (2012), Heft 2, 93–111.
  3. „Franz Kafkas ‚Das Stadtwappen‘ mit Libuše Moníková gelesen. In: Peter Becher, Steffen Höhne, Marek Nekula (Hrsg.), Kafka und Prag. Literatur-, kultur-, sozial- und sprachhistorische Kontexte, Köln, Weimar, Wien 2012, 299–322.
  4. „Tschechen, Deutsche, Juden. Prag als Topos der Interkulturalität“, in: Ortrud Gutjahr / Deniz Göktürk / Alexander Honold (Hrsg.): Interkulturalität als Herausforderung und Forschungsparadigma der Literatur- und Medienwissenschaft, Sektion 21 in: Akten des XII. internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010. Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit, Band 12, hg. v. Franciszek Grucza, Frankfurt a. M. 2012, 13-241, hier: 115–119.
  5. „Arbeitsprogramm der Kurt Krolop-Forschungsstelle zur deutsch-böhmischen Literatur an der Karls-Universität Prag“, in: brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien - Slowakei N.F, 20 (2012), 169–185.
  6. „Region, Heimat, Provinz und Literatur(wissenschaft)“, in: Sabine Eschgfäller, Milan Horňáček (Hsrg.), Regionalforschung zur Literatur der Moderne, Olmütz 2012, 41–57.
  7. „‚[W]ar man als Prager Tscheche, Deutscher oder Jude?’ Von vorausgesetzten Grenzen und ihrer Überschreitung am Beispiel der Prager deutschen Literatur“, in: Eszter B. Gantner, Péter Varga (Hrsg.), „Transfer – Interdisziplinär!“ Akteure, Topographien und Praxen des Wissemstransfers, Frankfurt a.M. 2013, 79–91.
  8. „Die versäumte Suche nach einer verlorenen Zeit. Anmerkungen zur ersten Liblice-Konferenz Franz Kafka aus Prager Sicht 1963“, in: Steffen Höhne, Ludger Udolph (Hrsg.), Franz Kafka – Wirkung, Wirkungsverhinderung, Nicht-Wirkung, in der Reihe: Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert, Bd. 5, Köln, Wien, Weimar 2014, 209–235.
  9. gemeinsam mit Jörg Krappmann: „Region – Provinz. Die deutsche Literatur Prags, Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens jenseits von Liblice. Mit Anmerkungen zu Franz Kafka als Autor einer Regionalliteratur“, in: Peter Becher, Jozo Džambo, Anna Knechtel (Hrsg.), Prag – Provinz. Wechselwirkungen und Gegensätze in der deutschsprachigen Regionalliteratur Böhmens, Mährens und Sudetenschlesiens, Wuppertal 2014, 17–52.
  10. „Was heißt und zu welchem Ende liest man Migrantenliteratur? Mit Anmerkungen zum Werk Libuše Moníkovás“, in: Renata Cornejo, Sławomir Piontek, Izabela Selmer, Sandra Vlasta (Hrsg.), Wie viele Sprachen spricht die Literatur? Deutschsprachige Gegenwartsliteratur aus Mittel- und Osteuropa, Wien 2014, 15–36.
  11. „Eduard Goldstücker: Das wiederaufgenommene Gespräch. Blicke auf einen Europäer des 20. Jahrhunderts. Einleitung“, in: brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien - Slowakei N.F, 21 (2013), 113–124.
  12. „Die Liblice-Konferenzen und die geplante Kurt Krolop-Forschungsstelle für deutsch-böhmische Literatur. Nachdenken über ein nicht mehr mögliches Gespräch“, in: brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien - Slowakei N.F, 21 (2013), 125–138.
  13. „Heimat in der Prager deutschen Literatur und bei Kafka“, in: Carme Bescansa, Ilse Nagelschmidt (Hrsg.), Heimat als Chance und Herausforderung. Repräsentationen der verlorenen Heimat, Berlin 2014, 155–175.
  14. gemeinsam mit Dieter Heimböckel: „Interkulturalität als Projekt“, in: Themenheft Übersetzen. Praktiken kulturellen Transfers am Beispiel Prags der Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, hrsg. von Irina Wutsdorff und Štěpán Zbytovský, Bielefeld 2014, S. 119–144.
  15. „Tripolis Praga. Die Autoren der Prager deutschen Literatur als (kulturelle) Übersetzer“, in:  Ernest W.H. Hess-Lüttich, Carlotta von Maltzan, Kathleen Thorpe (Hrsg.), Gesellschaften in Bewegung (erscheint Frankfurt a. M. 2015).
  16. „Zu Otokar Fischers Aufsatz ‚Das Problem der Erinnerung und deren Bedeutung für die Poesie‘“, in: Alice Stašková, Štěpán Zbytovský (Hrsg.), Otokar Fischer. In Grenzgebieten (erscheint Köln, Wien, Weimar 2015) (gleichzeitig erscheint eine tschechische Version).
  17. „Max Brod und der Prager Kreis“, in: Steffen Höhne et al. (Hrsg.), Max Brod und die „Erfindung“ des Prager Kreises (erscheint Köln, Wien, Weimar 2015)

Publikationen im Internet

  1. „Die Grenzen der Interkulturalität. Interkulturelle Raumkonzepte am Beispiel der Prager deutschen Literatur“, in: Ingeborg Fiala-Fürst, Jörg Krappmann (Hrsg.), Die deutsche Literatur Böhmens und Mährens (Link).
  2. „Noch einmal zu Max Brods ‚Der Prager Kreis’“ (deutsch) / „Ještě jednou k ‚Pražskému kruhu’ Maxe Broda“ (tchechisch), in: Echos (Links: deutsch, tschechisch).
  3. Rezension zu Hartmut Binders Kafkas Wien. Portrait einer schwierigen Beziehung, in: Echos (Links: deutsch, tschechisch)